Archiv der Kategorie: Wo anfangen?

Nachtrag zu meinem Arztbesuch

Mein Hausarzt hatte mir bei der Besprechung meiner letzten Blutwerte zugesagt, meine Liste mit weiteren Untersuchungen gerne mit mir durchzugehen, und zwar zu einem gesonderten Termin. Der war gestern. Wacker und hoffnungsvoll baute ich mich mit meinen sorgfältig vorbereiteten Notizzetteln und Übersichten vor ihm auf, legte aber eher vorsichtig los, um den armen Mann nicht völlig zu überwältigen.

Mir wurde schnell klar, dass mir kein Verbündeter gegenübersaß. Als ich ihm Dr. Kharrazians Buch zeigte, wiegte er lediglich den Kopf hin und her und schaute leicht skeptisch drein (wobei ich nicht glaube, dass er das Buch wirklich kannte). Ich legte ihm meine Liste vor und er erwiderte ausweichend, dass er sich das „wohl kaum alles durchlesen werde“. Eine Kontrolle der Nebennieren sei sicher nicht Teil des Hashimoto-Spektrums, geschweige denn eine Messung des Blutzuckerspiegels. Beide Tests hatte ich angekreuzt, da ich sie für besonders wichtig erachte bzw. weil ich meine, entsprechende Symptome an mir festzustellen. Nur deshalb ging er wohl überhaupt darauf ein.

Auf diese etwa einminütige Klärung meiner Bedürfnisse angelte sich der Arzt meinen Impfpass – den ich wegen meiner Indienreise im Sommer dabei hatte – und bald waren wir (durchaus berechtigt) bei meiner potentiellen Allergie gegen Impfstoffe auf Hühnereiweißbasis angelangt. Die mögliche Lebensgefahr bei der erneuten Verabreichung des Impfstoffs (gegen Hepatitis A+B sowie gegen Tollwut) aufgrund einer schon einmal aufgetretenen starken allergischen Reaktion waren meinem Arzt ein Großteil unserer gemeinsamen Zeit wert. Fazit: Die Allergie müssen wir nun zunächst ausschließen, um entscheiden zu können, ob ich geimpft werden kann oder nicht. Ok.

Trotzdem hatte ich noch ein paar Fragen bezüglich meiner Hashimoto Thyreoiditis. Noch einmal setzte ich also an. Meine TPO-Antikörper hatten sich innerhalb von 8 Monaten halbiert (von 92 auf 57), das fand ich als Laie wirklich sensationell. Doch die Antikörperwerte seien sowieso schon niedrig, erklärte mir mein Arzt, weshalb dies kaum ins Gewicht falle. Die TSH-Werte dagegen seien so niedrig, da meine Hormondosis zu hoch sei (sie wurde aufgrund dieser Werte gesenkt und wird in 3 Monaten wieder kontrolliert). Und überhaupt haben wir es in meinem Fall mit einer sog. inaktiven Hashimoto Thyreoiditis zu tun. Da horchte ich in der Tat auf. Und diese Info bekomme ich erst jetzt? Und was heißt inaktiv? Dass die Zerstörung der Schilddrüse momentan ausgesetzt ist. Glaube ich. Jedenfalls ist das nicht gleichbedeutend mit Heilung, die bei Autoimmunkrankheiten nie eintreten wird. (Eine weitere Recherche zu „inaktive Hashimoto Thyreoiditis“ ergibt keine vernünftigen Ergebnisse.) Schon im Aufstehen begriffen, antwortete mir der Arzt noch auf meine letzte Frage, ob er Morbus Basedow bei mir ausschließen könne: „Zwei völlig verschiedene Paar Schuhe!“ Ich sei in jedem Fall eindeutig „hyper“ seit der Medikamentenumstellung, beteuerte ich. Ende April darf ich wiederkommen, zur erneuten Blutabnahme.

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Ich war doch sehr enttäuscht. Klar bin ich Laie. Klar verstehe ich nichts von Medizin. Aber wieso dann weiterhin all die Symptome? Bilde ich sie mir nur ein? Warum geht es mir mit AIP deutlich besser? Und warum zählt das alles nicht? Ich fühlte mich abgefertigt statt beraten.

„Inaktive“ Hashimoto… in Verbindung mit den deutlich niedrigeren Antikörperwerten geht es mir damit sicherlich besser als den meisten Anderen, deren Werte in den Tausender-Bereichen liegen. Doch wieviel kann der Arzt wirklich an einem Bluttest ablesen? Wenn nicht mein Arzt, wer unterstützt mich weiter bei der „Grundlagen- und Ursachenforschung“? Ich habe einfach noch zu viele Fragen…

Einen Poker habe ich ja noch: Ich bin bereits in Kontakt mit einer Heilpraktikerin. Allerdings hatte ich gehofft, zumindest einen Teil der Untersuchungen durch die Schulmedizin – d.h. durch meine gesetzliche Krankenkasse – abzudecken. Fehlanzeige! Auf ein Neues!

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Links zum Thema:
Fünf Dinge, die Schilddrüsenpatienten dem Arzt gegenüber lieber nicht erwähnen sollten“ auf About.com

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Die Provokationsphase

Wenn Sie sich besser fühlen, können Sie anfangen, die von Ihrer Liste gestrichenen Nahrungsmittel nach und nach wieder einzuführen. Sie sollten dabei sehr langsam vorgehen und genau auf Ihren Körper hören.

Wie wissen Sie, wann der richtige Zeitpunkt gekommen ist? Dr. Kharrazian empfiehlt den Lactulose-Mannitol-Test, mit ihm bestimmt man die Darmdurchlässigkeit. Ziel ist es ja während der Eliminationsphase gewesen, alles auszuschalten, was dem Darm schädigen könnte:

„Zeigt der Lactulose-Mannitol-Test, dass keine Barrierestöring Ihrer Darmwand mehr vorliegt, können Sie versuchen, einige der weggelassenen Nahrungsmittel wieder in Ihren Speiseplan aufzunehmen. Führen Sie immer nur ein Nahrungsmittel nach dem anderen ein, das heißt, essen Sie es einmal und warten Sie drei Tage ab. Reagieren Sie nicht darauf, können Sie dieses Nahrungsmittel weiterhin zu sich nehmen. Kommt es zu Reaktionen […], müssen Sie das Nahrungsmittel über einen längeren Zeitraum von Ihrem Speiseplan streichen. […] Die einzige Ausnahme ist Gluten, das Sie dauerhaft meiden müssen, wenn Sie eine Hashimoto Thyreoiditis haben, insbesondere, wenn sich eine genetische Disposition für HLA-DQ zeigt und eine Glutenintoleranz oder Zöliakie vorliegt.“
Datis Kharrazian (1), S. 139.

Aber auch ohne diesen Test können Sie weit kommen, indem Sie genau darauf achten, wie Ihr Körper auf die bestimmten Nahrungsmittel reagiert. Jegliches Wiederauftauchen von Symptomen, die Sie bereits im Zuge Ihrer Erkrankung feststellen konnten, sollten Sie sofort hellhörig machen und zur Vorsicht mahnen. Es kann sowohl zu hypo- als auch hyperthyreoiden Schüben kommen.

Symptome einer Unterfunktion (Hypothyreose)

  • Müdigkeits- oder Trägheitsgefühl
  • Kältegefühl
  • übermäßiges Schlafbedürfnis mit entsprechender Beeinträchtigung tagsüber
  • Gewichtszunahme trotz kalorienarmer Ernährung
  • rasche Gewichtszunahme
  • Hartleibigkeit, seltener Stuhlgang
  • Depression und Antriebsschwäche
  • morgendliche Kopfschmerzen, die im Laufe des Tages abklingen
  • ausgedünnte Augenbrauen im äußeren Drittel
  • Haarausfall (Kopf, Gesicht, Genitalbereich)
  • trockene Haut oder Kopfhaut
  • geistige Trägheit

Symptome einer Überfunktion (Hyperthyreose)

  • Herzrasen
  • innerliches Zittern
  • beschleunigter Puls/Ruhepuls
  • Nervosität
  • Schlafstörungen
  • Nachtschweiß
  • erschwerte Gewichtszunahme

s. Datis Kharrazian (1), S. 40

Darüber hinaus können weitere, individuelle Symptome auftreten, z.B.:

  • im Magendarmtrakt: schlechte Verdauung, Blähungen, Sodbrennen, Verstopfung, Durchfall, Bauchschmerzen etc.
  • Entzündungen aller Art
  • Heißhunger auf zu meidende Nahrungsmittel wie Zucker, Fastfood, etc.
  • Gelenkschmerzen und andere Schmerzen
  • Hautausschläge, Akne
  • Herpes
  • Angstzustände, Aufbrausen, Niedergeschlagenheit

Ich habe z.B. bei manchen Nahrungsmitteln ähnliche Schübe wie bei Glutenverzehr: entzündete Schleimhäute in der Nase und am inneren Rand des linken Nasenlochs (jawoll!) sowie am Ausgang des Tränenkanals des linken Auges (erst seit AIP). Andere verursachen ein heftiges Brennen im After, wieder andere unerträgliche Erschöpfung, Herzrasen, Schwindel und vorübergehende depressive Anflüge.

Lassen Sie sich also Zeit, lieber mehr, als Sie sich selbst eingestehen wollen. Als Richtwert sollten Sie mindestens 4-8 Wochen einplanen, in denen Sie sich strengstens an die AIP-Vorgaben halten. In jedem Fall sollten Sie sich merklich besser fühlen, bevor Sie gemiedene Nahrungsmittel wieder einführen. Sollten Sie auf längerer Strecke keine Besserung Ihrer Symptome feststellen, müssen Sie womöglich tiefer graben, d.h. zusätzliche Nahrungsmittel weglassen, z.B. wegen Fructose-Malabsorption oder Dünndarmfehlbesiedlung.

Es wird allseits empfohlen, bei der Wiedereinführung sehr langsam vorzugehen. Wie oben zitiert, rät Dr. Kharrazian zu einer einzigen Portion eines einzigen Nahrungsmittels, woraufhin drei Tage abgewartet wird. Sarah Ballantyne dagegen plädiert für mindestens zwei kleine Portionen desselben Nahrungsmittels, und das zwei Tage lang, gefolgt von mindestens drei Tagen, an denen beobachtet wird, wie sich der Körper verhält. Gibt es einen Rückschlag, Schub oder Ähnliches, gehen Sie zurück auf Ihre persönliche „Nullphase“, auf der Sie sich uneingeschränkt wohlfühlen und die Sie vollauf meistern. Diese beinhaltet die bisher erfolgreich wieder eingeführten Lebensmittel und dauert an, bis die Symptome mehrere Tage lang verschwunden sind.

Sarah Ballantyne hat eine sehr hilfreiche Reihenfolge für die Provokationsphase aufgestellt, nach der Sie sich orientieren können. Danach werden Nahrungsmittel, die erfahrungsgemäß am wenigsten Probleme bereiten, auch zuerst wieder eingeführt. Auf keinen Fall sollten Sie sich von Heißhungergefühlen leiten lassen bzw. ausgerechnet von den Nahrungsmitteln, die Sie am meisten vermissen.

Hier die Übersetzung der Liste nach Sarah Ballantyne:

Meist unproblematisch sind

  • Eigelb (von freilaufenden Hühnern)
  • Ghee
  • Gewürze aus Samen, z.B. Koriander, Pfeffer, Kümmel (aber keine Nachtschattengewächse)
  • alle bei Fructose-Malabsorption gemiedenen Nahrungsmittel
  • histaminhaltige Nahrungsmittel

Danach kommen

  • Samen
  • Nüsse
  • Kaffee (nur gelegentlich)
  • Butter (von Weidetieren)
  • Alkohol (wenig)

Eher problematisch können sein

  • Auberginen und Paprikaschoten
  • regelmäßiger Kaffeegenuss
  • Schokolade und Kakao
  • Hefe
  • rohe Sahne (von Weidetieren)
  • Joghurt (u.U. besser verträglich aus Ziegenmilch)

Oft nicht vertragen werden

  • Eiweiß (aus Hühnerei)
  • Chilis
  • Kartoffeln (in jedem Fall schälen)
  • Alkohol (in größeren Mengen)

Höchstwahrscheinlich nicht vertragen werden

  • Tomaten
  • nichtsteroidale Antirheumatika

Permanent meiden sollten Sie

  • Gluten
  • Hülsenfrüchte

Denken Sie immer auch daran, dass Sie kleinere Mengen eines bestimmten Nahrungsmittels womöglich besser vertragen als größere.


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Links zum Thema:
Datis Kharrazian (1), S. 134-140.
Sarah Ballantynes Beitrag auf ihrem Blog The Paleo Mom

Mein erster Arztbesuch seit der Umstellung

Ich war also bei meinem ganz normalen Hausarzt, da ich neue Schilddrüsentabletten brauchte. Es ging mir an dem Morgen nicht besonders gut, wegen meines Rückschlages vom Samstag (Schokoladenverzehr) befand ich mich in einer äußerst unangenehmen Hyperphase. Ich versuchte, es positiv zu sehen, und sagte mir, dass sich das sicher im Blutbild widerspiegeln und mir bei meiner eigenen Deutung behilflich sein würde.

Zunächst war ich von meinem Arztbesuch ziemlich enttäuscht, da zwischen Blutabnahme und Ultraschall am frühen Morgen kaum Zeit für ein Gespräch über meine neuen Erfahrungen blieb. Mein Arzt gab mir schon einmal vorab ein Rezept über die gewohnte Menge an L-Thyroxin, in der Annahme, dass alles beim Alten bliebe.

Am nächsten Morgen rief ich an, um meine Laborwerte zu erfahren. Mein Arzt sagte, dass meine Dosis z.Zt. anscheinend zu hoch sei und er mir lieber weniger aufschreiben würde. Statt bisher 150 wollte er es mit 125 probieren, bei baldiger Kontrolle. Ich erzählte ihm, dass ich einiges verändert hatte in meiner Lebensweise und ich mich gerne bestimmten Untersuchungen unterziehen würde. Er meinte daraufhin, dass wir das gerne einmal durchsprechen könnten. Am 20.2. ist mein Besprechungstermin. Genug Zeit, um sich noch ein wenig zu informieren und vorzubereiten…

Was waren also die Ergebnisse? Entsprechend meiner Verfassung war ich eindeutig hyper, bei einem TSHB von nur 0,02 (mehr als 10x niedriger als normal). Er ist seit Mitte Mai letzten Jahres um 3,8 mU/l gesunken, was für mich ziemlich dramatisch aussieht. Genau deuten kann ich das nicht. Entsprechend erhöht war fT4 (1,9 ng/dl), bei normalem fT3-Wert. Erstaunlich gesunken sind hingegen die TPO-Antikörper, von 92 auf 57! Laut Labortest liegen sie sogar im Normbereich. Im Internet fand ich aber heraus, dass sie unter 35 liegen sollten. Es sieht so aus, als wäre ich davon gar nicht mehr so weit entfernt!

Selbstverständlich habe ich noch Anfängerprobleme bei der Deutung. Ich musste zuerst einmal alle Abkürzungen im Labortest googeln, um herauszufinden, dass sich hinter „MAK“ die TPO-Antikörper verstecken (mein Arzt lässt also immerhin die Antikörper messen, da kann ich mich also schon mal nicht beschweren…). Ich weiß auch, dass ich mit meiner obigen Interpretation vielleicht völlig falsch liege. Dennoch finde ich, dass man bei der Selbstauswertung so Einiges lernt, nämlich sein eigenes Verständnis zu testen und Fragen für sich zu formulieren. Das Blatt werde ich bei nächsten Mal auf jeden Fall dabeihaben, um mir von meinem Arzt die Auflösung zu holen!

T3, T4, Reverse-T3, TSH, TPO… Individuelle Schilddrüsenmarker

So viele T’s! Sicher (und hoffentlich!) haben Sie sie alle schon einmal unter Ihren Blutwerten gesehen und waren froh, wenn sie im Normalbereich lagen… Es handelt sich um die sog. „Schilddrüsenmarker“, anhand derer Sie Ihr Schilddrüsenmuster bestimmen können. Den Zusammenhang zwischen all diesen T’s zu verstehen, wird Sie also ein gutes Stück weiter in Richtung Ihrer individuellen Situation sowie u.U. des für Sie geeigneten Medikaments bringen. Ein fähiger Arzt bestimmt mit ihrer Hilfe die optimale Einstellung Ihrer Medikamente, die in vielen Fällen idealerweise aus einer Kombination aus T3 und T4 bestehen sollten (bei Hashimoto).

Wichtig ist, dass Sie Ihre Werte mit den Funktionsbereichen abgleichen, nicht den Referenzwertbereichen, die mit Ihren Laborwerten angegeben werden. Letztere sind für Hashimoto-Patienten zu ungenau. Laut Dr. Kharrazian sind Referenzwerte pathologische Werte, die „in der Regel einfach nur die Durchschnittswerte aller Menschen sind, die bereits eine solche Blutuntersuchung haben machen lassen. […] Wir können davon ausgehen, dass zahlreiche dieser Menschen an nicht diagnostizierten Schilddrüsenkrankheiten leiden und ihre Blutwerte ebenfalls ‚mit in den großen Topf geworfen‘ werden, aus dem heraus die ‚Normwerte‘ definiert werden.“ Die Funktionswerte dagegen „veranschlagen das Risiko einer Krankheit, bevor sie sich entwickelt.“

Die folgende Aufstellung soll Ihnen helfen, Ihre Schilddrüsenwerte eigenständig zu interpretieren. Fragen Sie auch Ihren Arzt nach seiner Einschätzung!

TSH
Das schilddrüsenstimulierende Hormon (TSH, Thyreotropin) ist der wichtigste Faktor bei der Funktionsbestimmung der Schilddrüse. Es wird von der Hypophyse freigesetzt und steigt an, wenn T4 sinkt und umgekehrt. Die Untersuchung dieses Wertes ist keineswegs ausreichend für die Bestimmung einer Schilddrüsenstörung. Oft wird allerdings nur TSH gemessen. Ist TSH erhöht, weist dies auf eine Unterfunktion hin, und umgekehrt.
Funktionsbereich: 1,8-3,0 mlU/l

Gesamt-Thyroxin (gT4)
Dieses beinhaltet die Werte von gebundenem und freiem T4. Der Gesamt-T4-Wert kann durch viele Medikamente verfälscht werden. Die Bestimmung macht nur im Zusammenhang mit anderen Werten – z.B. die T3-Aufnahme – Sinn. Bestimmt man T4 zusammen mit der T3-Aufnahme, kann man die Aktivität von freiem T4 berechnen.
Funktionsbereich: 6-12 µg/dl

Freier Thyroxin-Index (fTI)
Wird durch das Multiplizieren der gT4-Werte mit der T3-Aufnahme ermittelt.
Funktionsbereich: 1,2-4,9 mg/dl

Freies Thyroxin (fT4)
Der Test auf freies Thyroxin (fT4) dient zur Bestimmung der Menge an freiem – stoffwechselaktivem – T4 im Blut. Freies T4 ist bei einer Überfunktion erhöht und bei einer Unterfunktion verringert. Ist der TSH-Wert bei normalem T4 erhöht, weist dies auf eine Unterfunktion hin.
Funktionsbereich: 1,0-1,5 ng/dl

T3-Resin-Aufnahme
Bestimmt die Anzahl der Bindungsstellen, an die sich aktives – ungebundenes – T3 an Proteine binden kann. Je mehr Bindungsstellen, desto niedriger die Aufnahme und desto höher der T4-Wert.
Funktionsbereich: 28-38 mg/dl

Freies Trijodthyronin (fT3)
Bestimmung des freien Hormons T3 dirch aktive Schilddrüsenhormone. Wird im Falle von Überfunktionssymptomen bei normalen FT4-Werten durchgeführt.
Funktionsbereich: 3,0-4,5 pg/ml

Reverses T3 (rT3)
rT3 wird in Fällen von extremem Stress gebildet. Ist T3 erhöht, liegt das oft daran, dass rT3 nicht ausgeschieden werden kann oder ein erhöhter Cortisolspiegel vorliegt.
Funktionsbereich: 90-350 pg/ml

TPO-Antikörper (= MAK)
Antikörper gegen Thyreoidea-Peroxidase, das Enzym, welches für die Bildung der Schilddrüsenhormone verantwortlich ist.
Funktionsbereich: < 35 Iu/ml

Tg-Antikörper
Richten sich gegen Thyreoglobulin.
Normalwert: < 100 U/ml

TRAK (TSH-Rezeptor-Antikörper)
Blockieren die TSH-Rezeptoren, weisen auf Morbus Basedow hin.
Normalwert: < 9 U/ml (TRAKhuman < 1 Ul/ml)


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Links zum Thema:
Datis Kharrazian: Schilddrüsenunterfunktion und Hashimoto anders behandeln; Kirchzarten 2013; Kap. 4
„Erklärung der Schilddrüsenlaborwerte“ auf schilddruesenguide.de

Sarah Ballantyne’s „The Paleo Approach“ is OUT!

Für die englischsprachige AIP Community ist heute ein ganz besonderer Tag: Endlich ist Sarah Ballantynes lange erwartetes Buch „The Paleo Approach“ erschienen! 

Sarah ist AIP-Anhängern weltweit nicht nur ein Begriff, sondern auch ein echtes Vorbild. Selbst Leidtragende – Sarah hatte in weniger glanzvollen Jahren mit über einem Dutzend Autoimmun- und anderen immunologischen Krankheiten zu kämpfen und war lange Zeit übergewichtig –, widmete sich die vielfach ausgezeichnete promovierte Naturwissenschaftlerin nach der Geburt ihrer Töchter ganz ihrem Privatleben und ihrer Genesung. So entstand der Blog The Paleo Mom, eine der informativsten Platformen zur Paleo-Lebensweise überhaupt, mit einer bisher unerreicht wertvollen Autoimmun-„Unterkategorie“. Sarah überzeugt mit einfach allem, was sie schreibt und redet, weil sie aus eigener Erfahrung spricht und es zudem schafft, mit ihrem fundierten Wissen über die Materie komplexe Zusammenhänge auch für Laien – die ja die meisten von uns sind – verständlich darzustellen. Doch das Erfreulichste an ihr ist ihre Natürlichkeit, die sie sich offenbar bewahrt hat, während andere aus Gesundheitsthemen schnell Profit schlagen, sich aufgestylt selbst präsentieren und jede Menge Geld dafür nehmen.

Nun hat Sarah ihr erstes Buch veröffentlicht, „The Paleo Approach“, in dem sie detailliert und kenntnisreich über die Heilung von Autoimmunkrankheiten mittels einer individuell an sie angepassten Paleo-Ernährungs- und Lebensweise berichtet. Hier nimmt Sarah voll freudiger Erwartung ihr erstes Exemplar in Empfang:

In einem zweiten Video fasst Sarah die einzelnen Kapitel ihres Buches zusammen:

Das Buch ist noch nicht in den Buchläden, geschweige denn in Deutschland angekommen. Ich kann es jedoch kaum erwarten, es endlich zu lesen! Mein Bericht folgt in Kürze!

Congrats for now, on this great day, Sarah!