AIP-Tagebuch

04.02.2015: Meine erste Krankschreibung — ever!
So, ich geb’s zu! Ich bin krank geworden. Fast wäre ich ein Jahr erkältungsfrei gewesen. Hat nicht sollen sein. Aber ein Trost bleibt mir: Ich konnte Erkältungen im letzten Jahr sehr viel einfacher abwenden als davor. Diesmal liegt meine halbe Abteilung auf der Arbeit flach (Leute, die unmittelbar neben mir sitzen; Leute, die eigentlich nie krank sind). Mein Hausarzt ist dankenswerterweise realistisch und schickt mich ins Bett. Gegen die stechenden Kopfschmerzen soll ich Paracetamol nehmen, wenn ich es wirklich brauche. Es hilft wirklich, gehört nicht zu den nicht-steroidalen Entzündungshemmern (NSAR, NSAID) und hat „im Gegensatz zu den klassischen NSAR […] kaum Wirkung auf die periphere Cyclooxygenase. Aus diesem Grund sind die Nebenwirkungen (u. a. Magen-Darm-Ulzera) deutlich geringer ausgeprägt. Paracetamol hat auch praktisch keinen Einfluss auf die Aggregation der Blutplättchen und somit keine blutgerinnungshemmende Wirkung wie Acetylsalicylsäure (= Aspirin).“ (Wikipedia.de) Ich glaub‘ jetzt mal dran und bin froh, dass ich keine Antibiotika oder andere Chemiekeulen zu mir nehmen muss. Und ein nachträglicher Kommentar noch von meiner geschätzten Heilpraktikerin: „So ein größerer Infekt zwischendurch ist gar nicht schlecht. Das trainiert ihr Immunsystem, sehen Sie das einfach unter diesem Aspekt !“

27.04.2014: Endlich war ich bei meiner Heilpraktikerin!
Am Mittwoch war nun endlich mein erster Termin bei der Heilpraktikerin meiner Wahl. Es war ein tolles Erlebnis, soviel Zeit eingeräumt zu bekommen und mich in meiner Ernährungsweise im Großen und Ganzen bestätigt zu sehen, auch wenn AIP schon sehr einschränkt. Ich wurde darin bestärkt, gezielt immer mehr auszuprobieren, um die Liste der Lebensmittel nicht unnötig kurz zu halten. Mehr zu Erfahrung Heilpraxis später in einem separaten Beitrag!

27.03.2014: Es geht mir super!
Das musste jetzt mal gesagt werden 😉

18.03.2014: Mal wieder krank zu Hause
Eben noch darüber triumphierend, dass ich den ganzen Winter nicht krank war, liege ich auch schon wieder flach. HNO, wie immer. In der Arbeit waren letzte Woche alle um mich herum krank, ich sah es schon kommen. Zunächst hielt ich mich ganz gut und dachte, ich hätte alles im Griff, am Wochenende fing es dann aber an mit Gliederschmerzen etc. Mal sehen, wie lange es dauert…

16.02.2014: Ausnahmewochenende
War über das Wochenende in Essen und Köln und wurde zu einem mehrgängigen Menü eingeladen, das ich aus „dienstlichen Gründen“ nicht verweigern konnte. Ich weiß nicht im Detail, was ich da alles gegessen habe, aber es war ganz hervorragend und ich habe auf alles verzichtet, was augenscheinlich Gluten enthielt. Auch das Dessert habe ich nicht gegessen wegen der Schokolade. Allerdings war Wein und Champagner dabei. Ich habe definitiv anhaltende Symptome (war zu erwarten), allerdings ist mein Zustand erträglich. Morgen (Sonntag) läuft der Hase wieder in geordneten Bahnen…

26.01.2014: Keine Melasse
Vor zwei Tagen probierte ich ein wenig Melasse, weil sie oft als gute und zudem gesunde Alternative zu anderen Süßungsmitteln angepriesen wird. Noch vertrage ich sie nicht, mein Enddarm fängt wieder an zu brennen. Auch die „Gluten-“ Reaktion vom Donnerstag hält noch leicht an.
Bin sehr gespannt darauf, Kartoffeln auszuprobieren! Die Nachricht von den möglicherweise positiven Auswirkungen von (allmählichem) Stärkeverzehr bei AIP hat gestern die Runde in den Foren gemacht! Dazu bald mehr, ich will es erst selbst ausprobieren und durchsteigen, bevor ich das anpreise…

23.01.2014: Mein Schub klingt langsam ab…
Ich kann berichten, dass mein Rückschlag von Samstag ganz schön lange angedauert hat. Aber so langsam klingt er ab… Es lohnt sich wirklich, abzuwarten und alles wieder auf Null zu schrauben, um zu beobachten, wie der Körper reagiert, und ihm Zeit zu lassen, sich zu regenerieren. Dr. Kharrazian empfiehlt, bei der Wiedereinführung jeweils nur ein Nahrungsmittel einen Tag lang zu essen und daraufhin zwei Tage zu warten. Wenn der Körper nicht auffällig darauf reagiert, kann man dieses Nahrungsmittel wieder bedenkenlos zu sich nehmen.
Heute habe ich es vorsichtig mit Buchweizenknäckebrot probiert – wieder Fehlanzeige: Ich bekam sofort eine wunde Nase und entzündete Schleimhäute in der Nase, wie bei Gluten. Höchstwahrscheinlich die vielzitierte Kreuzreaktion… Es ist also bei Allem erst einmal Vorsicht geboten. Auf der „Nullphase“ geht es mir wunderbar, auf sie kann ich immer wieder zurückkommen. Und übrigens: Die Nahrungsmittel, die ich wegen Fructose-Malabsorption weggelassen hatte, vertrage ich nun wieder ohne Probleme – zumindest die, die ich bisher ausprobiert habe. Gute Nacht!

18.01.2014: Phytinsäure nein danke…
Wow! Heute habe ich es mal wieder mit Schokolade und Butter probiert… keine gute Idee. Ich habe Salz- und Kräuterbutter gemacht sowie gestern Abend und heute Mittag dunkle Schokolade (Vivani 92%) gegessen. Gestern passierte nichts (außer dass ich heute Morgen trotz Ausschlafens sehr müde war), heute dagegen (> Wiederholung!) bekam ich nach der (rohen, dunklen) Schokolade Puddingbeine und einen Müdigkeitsanfall. Kein Wunder, nachdem ich mir die möglichen Gründe noch einmal vergegenwärtigt habe: Schokolade kreuzreagiert mit Gluten. Außerdem enthält sie überdurchschnittlich viel Phytinsäure. Kurz: Schokolade gehört zu den hochallergenen Lebensmitteln. Offenbar vertrage ich sie wirklich nicht. Beim nächsten Versuch werde ich die „Dosis“ drosseln – es wäre ein Jammer, Schokolade ganz weglassen zu müssen…
Auch Nüsse enthalten Phytinsäure. Ich erinnere mich an meine Walnussorgie an Weihnachten, nach der mir schlagartig schlecht wurde.

11.01.2014: Zwischenstand
Bin dieser Tage sehr zufrieden mit meinem Zustand! Das Brennen im Enddarm scheint verflogen (dank strikter AIP und Vermeidung von Fructose…), die Oberlippe hat sich beruhigt, ich habe genug Energie, um den Tag problemlos durchzustehen und war diese Woche ziemlich produktiv. Ich hoffe, das hat nicht nur mit dem Jahresanfang zu tun!
Mein nächster Arztbesuch naht und ich bereite mich schon länger mental darauf vor. Mittlerweile ziehe ich in Erwägung, eine Zusatzversicherung für Heilpraktiker abzuschließen. Alle Ansätze, die sich mit AIP oder überhaupt eingehend mit Hashimoto befassen, sind ganzheitliche Ansätze. Noch bin ich auf der Suche nach einem geeigneten Arzt. Mein neues Steckenpferd ist die Mikroimmuntherapie. Heute habe ich eine Heilpraktikerin im Netz gefunden, die damit nicht nur den Papilloma-Virus (den ich vorrangig in Griff bekommen muss), sondern auch Hashimoto behandelt. Ich bin sehr gespannt! Noch dazu praktiziert sie relativ in meiner Nähe…

07.01.2014: Allergisch gegen ein Dinkelkissen?
Endlich wieder zu Hause! So gerne ich auch verreise, zu Hause fühle ich mich einfach am wohlsten, besonders, seit ich „auf AIP“ bin. Die letzten 2 Wochen haben mir verdeutlicht, dass ich mein Essen am besten selbst kochen sollte.
Heute bin ich mit einer wunden Oberlippe aufgewacht – für mich eines der sichersten Indizien, dass ich irgendetwas falsch gemacht habe. Meines Erachtens habe ich nichts Grenzwertiges gegessen, aber seit zwei Nächten schlafe ich auf einem Dinkelkissen, und ich frage mich, ob meine Glutenunverträglichkeit auf den Dinkel anschlägt, auch wenn ich ihn nicht direkt konsumiere. Den ganzen Tag hatte ich allergische Reaktionen im Gesicht, und mir brennt förmlich der Hintern (dies allerdings schon länger). Mal sehen, ob sich das gibt, wenn ich wieder mit meinem normalen Kissen schlafe. Es wäre schade, das Dinkel-Kissen war das Weihnachtsgeschenk meines Freundes und ich hatte mir lange eines gewünscht…
Jedenfalls habe ich mir fest vorgenommen, die etwas laxen Weihnachtstage nun mit striktem Einhalten der Regeln zu kompensieren, jetzt, wo ich wieder die volle Kontrolle über meine Mahlzeiten habe.

01.01.2014: Frohes Neues!
Gestern saß ich den ganzen Tag im Zug von Florenz nach Nürnberg. Am Abend zuvor hatte ich einen Hackbraten mit Möhrengemüse und Blattspinat zubereitet, so dass ich Proviant für die Reise hatte. Ich teilte mir alles in zwei Portionen ein und ass jeweils Mandarinen und eine Banane dazu und naschte etwas DOMORI-Schokolade, um das Jahr ausklingen zu lassen.
In Nürnberg wurde ich mit Rindersteak, Spinat und Bohnengemüse empfangen. Mein Freund hatte einen Silvestergig, weshalb ich mich nach Mitternacht im Backstage noch mit Obst eindecken konnte. Sekt kam für mich nicht in Frage (außer einem ganz kleinen Schluck), und das war auch gut so. An Weihnachten hatte ich es etwas mit dem Rotwein und Whiskey übertrieben und habe am nächsten Tag ordentlich dafür bezahlt (mit mir war den ganzen ersten Weihnachtsfeiertag nichts anzufangen, ich hatte wirklich schlimme Kopf- und Augenhölenschmerzen…).
Ich habe versucht, die Feiertage über so gut wie möglich auf meine Ernährung zu achten (gleichzeitig AIP und Vermeidung von Fructose), meine Familie und Freunde haben prima mitgemacht (Danke Euch allen!). Ich habe aber auch ganz bewusst nicht jeder Versuchung widerstanden. Entsprechend war und ist mein Darm leicht entzündet. Das zeigt mir einfach, dass ich nach nunmehr drei Monaten AIP noch nicht so weit bin, um bestimmte Dinge wie Nüsse, viel Obst oder Schokolade (sehr dunkel) wieder problemlos einzuführen. Heilung braucht offenbar ihre Zeit.
Mein 2014 wird ganz meiner Gesundheit gewidmet sein, neben Hashimoto gilt es auch noch, meinen Papilloma-Virus in Griff zu bekommen. Mein Augenmerk hierbei liegt auf der Mikroimmuntherapie.

Ich wünsche allen ein gesundheitsbewusstes und zielstrebiges neues Jahr!

2 Gedanken zu „AIP-Tagebuch

  1. Lars

    Hi, geht das Tagebuch erst am 1.1.2014 los. Oder gibt es ältere Beiträge.ich würde gern den Anfang lesen. Denn ich bin von Paleo auf AIP gegangen und hänge ganz schön in den Seilen…. Wäre cool, von deinen Anfängen was zu lesen…

    Gute Gesundheit und lg

    Antwort

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