Paleo-Brownies

Ich hatte letzte Woche Geburtstag, und da es bei uns in der Arbeit üblich ist, Süßigkeiten oder Kuchen mitzubringen, wenn man ein Jahr älter wird, habe ich lange nach einer wenn nicht AIP-, dann zumindest paleo-freundlichen Lösung recherchiert. Das Rezept sollte schnell gehen und – aufgrund der Menge an zu beliefernden Mitarbeitern (45) – nicht zu teuer sein. Das Rennen machte ein Rezept für mehlfreie Brownies, das mich durch die erstaunlich geringe Anzahl seiner Zutaten und letztendlich natürlich aufgrund des Ergebnisses überzeugte.

Zunächst probierte ich den Kuchen am Wochenende vorher aus, um sicherzugehen, dass das Rezept gelingt und schmeckt. Das war ganz eindeutig der Fall: Die Konsistenz kommt der von Brownies sehr nahe. Da das Mehl sozusagen durch Kakaopulver ersetzt wird, erhält der Kuchen eine starke Dichte und schmeckt sehr schokoladig. Endlich, dachte ich selig, mein erstes gelungenes Paleo-Backrezept! Auch meine Kollegen waren begeistert und fragten mich mehrfach nach den Zutaten…

Also schritt ich voran zu größeren Mengen. Die Masse geht beim Backen ein wenig auf und dann wieder zusammen, und weil es eigentlich ein Brownierezept ist, würde ich zu einer möglichst flachen Form raten, in der man den fertigen Kuchen leicht zuschneiden kann. Aber auch in der im ursprünglichen Rezept vorgeschlagenen Kastenform gelingt der Kuchen einwandfrei und man kann ihn entsprechend in Würfel schneiden. Mein Versuchsexemplar habe ich zum Teil eingefroren, um es an meinem Geburtstag meinen Gästen als Dessert zu servieren – es gab ein leckeres AIP-Menü in drei Gängen. Das Unglaubliche war: Die Kuchenmasse gefrierte nicht richtig, sondern hatte etwas von fester Eiscreme oder Halbgefrorenem. Man schlägt also gleich zwei Fliegen mit einer Klappe, indem man das Ganze haltbar macht und nahezu direkt aus dem Gefrierschrank essen kann (ich habe es probiert, wer ganz sichergehen will, holt die Brownies je nach Belieben etwa eine oder eine halbe Stunde vor Verzehr heraus).

Hier das Rezept in leicht abgewandelter Form. Die Menge reicht für eine Kastenform.

4 große Eier
120g Kakaopulver
225g Kokosblütensirup
60g Kokosöl
2 TL Vanilleextrakt
1/8 TL Salz

Alles mit einer Rührmaschine (Vorsicht Schokostaub!) oder in der Küchenmaschine vermengen, in eine mit Backpapier ausgelegte Form füllen und bei etwa 180°C 30-35 Minuten lang backen. Erst im abgekühlten Zustand schneiden.

Anmerkungen und mögliche Alternativen:

  • Der im Originalrezept angegebene Palmzucker hat sich als unbrauchbar erwiesen. Zumindest die von meiner Mutter aus Hongkong mitgebrachte Variante, die steinhart war, so dass ich fast eine fudge-artige Konsistenz bekam. Auch gut… aber deutlich schwerer zu verarbeiten!
  • Wer es mit dem Zucker nicht so genau nimmt (sollte man aber…), kann es mit einem anderen flüssigen „Süßstoff“ probieren: Agavendicksaft, Ahornsirup, Honig… Hauptsache flüssig wegen der Konsistenz. Ich würde mit so wenig Zucker wie möglich anfangen und den Teig vorher probieren.
  • Ich habe noch ein paar gewässerte und gemahlene Mandeln mit zugegeben. War lecker!
  • Und gerade wundere ich mich, ob man die Schokolade – bzw. einen Teil davon – wohl mit anderem Mehl, z.B. Kastanien- oder Mandelmehl, ersetzen kann… In jedem Fall sollte es mit Carob funktionieren, dem typischen Schokoersatz. Der Geschmack würde mich interessieren! Hier ist übrigens das Rezept eines AIP-Carob-Kuchens von Christina Feindel, einer Assistentin von Sarah Ballantyne und Bloggerin von A Clean Plate.

AIP-Tauglichkeit:
Der Kuchen ist aufgrund der Eier und der Schokolade nicht wirklich AIP-freundlich, zumindest im Anfangsstadium hat er nichts verloren. Auch in der Provokationsphase sollte man einen etwas fortgeschritteneren Punkt abwarten. Ich bekomme von zuviel Schokolade auf einmal immer noch einen ziemlichen Hyper-Schub, auch wenn ich kleine Mengen mittlerweile ohne Probleme essen kann.
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Quelle:
Flourless Brownies von Homemade Mommy

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2 Gedanken zu „Paleo-Brownies

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