5 Monate Autoimmun-Paleo!

Die Zeit verging wie im Flug, besonders seit ich unbewusst aufgehört habe zu zählen… und nun sind es schon 5 Monate! Fakt ist, dass mir die Ernährungsumstellung buchstäblich „in Fleisch und Blut übergegangen“ ist.

Und es geht mir super, nachdem ich mich nun auch an die Anpassung meiner Schilddrüsenhormone gewöhnt habe! Die Antikörper sind so niedrig wie noch nie und liegen nur knapp über dem Funktionswert (der Normwert – wird neben den Blutwerten angegeben – ist bereits erreicht). Außerdem war ich den ganzen Winter noch nicht krank… vor AIP war ich alle 4-6 Wochen zumindest erkältet. Mein Immunsystem scheint demnach sehr viel stabiler. Den letzten Boost will ich ihm jedoch noch geben: mit einer Probiotikum-Kur, wahrscheinlich Symbioflor. Dies jedoch erst nach Rücksprache mit meiner neuen Heilpraktikerin.

Am glücklichsten bin ich – neben dem merklichen Abklingen meiner Hashimoto-Symptome – über meine Gesichtshaut. Ich habe keine nennenswerten Pickel mehr (früher ein permanentes Problem, das ich einfach nicht in den Griff bekam), und wenn, kann ich sie meist einem bestimmten Nahrungsmittel zuordnen, das ich ausprobiert habe. So z.B. Reis: Weißer Basmati-Reis verursacht meinen Beobachtungen zufolge Pickel. Ich werde noch eine andere Sorte ausprobieren, weil ich sie noch in meiner Vorratskammer habe, doch ich habe wenig Hoffnung, dass der Reis und ich doch noch Freunde werden können.

Apropos Reis: Der wohl hilfreichste Schritt in den letzten Wochen war der Hinweis, AIP und Perfect Health Diet zu kombinieren. Das bedeutet konkret die bewusste Eingliederung von (gesunden) Kohlenhydraten. Dazu gehört auch weißer Reis, der für mich jedoch wie gesagt nicht in Frage kommt, 1. aufgrund der Pickel und 2. weil ich mich mit Reis schlagartig ziemlich schwer fühle. Das ist bei stärkehaltigen Gemüsesorten wie Taro, Yucca oder Kochbanane nicht so. Seit ich mehr Kohlenhydrate esse, bin ich satter, und das schneller und für längere Zeit. Außerdem bilde ich mir ein, mehr Energie und Kraft zu haben als vorher. Auch mein Stuhlgang ist endlich wieder normal. Des weiteren halte ich mich an Dr. Kharrazians Credo: „Wenn sie nach einer Mahlzeit müde sind oder Verlangen nach Zucker haben, haben sie schlicht mehr Kohlenhydrate zu sich genommen, als ihr System überhaupt verarbeiten kann.”

Auch sonst habe ich festgestellt, dass mein Körper mit weniger meist besser zurechtkommt. So kann ich Schokolade durchaus essen, wenn ich es nicht jeden Tag tue und mich mit einer geringen Menge zufrieden gebe. Damit lässt es sich wunderbar leben.

Mittlerweile esse ich wieder ohne Probleme Eigelb (bevorzugt roh und in meiner morgendlichen Brühe) und Ziegenmilchprodukte. Zur „Feier“ des Tages habe ich mir gestern die erste Leber gekauft, von der ich zumindest einen Teil kleinschneiden und als „Pillen“ einfrieren werde.

Auch wenn es mir sehr viel besser geht als früher, ist noch lange nicht alles perfekt. Das wird es wohl auch nie werden, denn eine Autoimmunkrankheit ist nicht heilbar. Man kann lediglich die Symptome lindern. So brauche ich momentan ungewöhnlich viel Schlaf (etwa 10 Stunden), was mich angesichts der vielen Dinge, die ich neben meinem Job gerne machen würde, ziemlich nervt. Weiterhin bin ich bei starker körperlicher Anstrengung schnell erschöpft – aber auch das ist schon sehr viel besser geworden. Mit dem schöneren Wetter werde ich bald wieder anfangen zu joggen. Meine Beine werden mit jedem Spaziergang im Freien ungeduldiger und wollen rennen.

Als nächstes muss ich meine Papilloma-Infektion angehen. Wenn diese Entzündung eingedämmt ist – was ich u.a. auch durch die entzündungshemmende Ernährungsweise AIP zu erreichen gedenke –, sollte auch mein Körper wieder mehr in Schwung kommen.

Ich kann nur jeden Hashimoto- und anderen Autoimmunpatienten dazu ermutigen, es mit einer Ernährungsumstellung zu versuchen. Die Wahrscheinlichkeit, zumindest einige der Symptome in Griff zu bekommen, ist durchaus hoch. Es ging mir schon sehr lange nicht mehr so gut!

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4 Gedanken zu „5 Monate Autoimmun-Paleo!

    1. Maren Autor

      Liebe Katrin,

      Die meisten sind auf Englisch (s. auch meine Seite mit den Buchtipps)! Das einzige deutsche, das ich kenne, ist das von Heidrun Schaller.

      Viele Grüße,
      Maren

      Antwort
    1. Maren Autor

      Liebe Edyta,

      Versuche, Dich von der Vorstellung zu befreien, dass sich Frühstück, Mittagessen und Abend“brot“ großartig unterscheiden. Zum Frühstück kann man — besonders jetzt in der kalten Jahreszeit — sehr gut eine heiße Suppe essen. Eine gute tierische Proteinquelle sollte morgens immer dabei sein, mir verhelfen auch in Kokosöl gebratene Kochbananen zu einem guten Start in den Tag.

      LG,
      Maren

      Antwort

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