Mein erster Arztbesuch seit der Umstellung

Ich war also bei meinem ganz normalen Hausarzt, da ich neue Schilddrüsentabletten brauchte. Es ging mir an dem Morgen nicht besonders gut, wegen meines Rückschlages vom Samstag (Schokoladenverzehr) befand ich mich in einer äußerst unangenehmen Hyperphase. Ich versuchte, es positiv zu sehen, und sagte mir, dass sich das sicher im Blutbild widerspiegeln und mir bei meiner eigenen Deutung behilflich sein würde.

Zunächst war ich von meinem Arztbesuch ziemlich enttäuscht, da zwischen Blutabnahme und Ultraschall am frühen Morgen kaum Zeit für ein Gespräch über meine neuen Erfahrungen blieb. Mein Arzt gab mir schon einmal vorab ein Rezept über die gewohnte Menge an L-Thyroxin, in der Annahme, dass alles beim Alten bliebe.

Am nächsten Morgen rief ich an, um meine Laborwerte zu erfahren. Mein Arzt sagte, dass meine Dosis z.Zt. anscheinend zu hoch sei und er mir lieber weniger aufschreiben würde. Statt bisher 150 wollte er es mit 125 probieren, bei baldiger Kontrolle. Ich erzählte ihm, dass ich einiges verändert hatte in meiner Lebensweise und ich mich gerne bestimmten Untersuchungen unterziehen würde. Er meinte daraufhin, dass wir das gerne einmal durchsprechen könnten. Am 20.2. ist mein Besprechungstermin. Genug Zeit, um sich noch ein wenig zu informieren und vorzubereiten…

Was waren also die Ergebnisse? Entsprechend meiner Verfassung war ich eindeutig hyper, bei einem TSHB von nur 0,02 (mehr als 10x niedriger als normal). Er ist seit Mitte Mai letzten Jahres um 3,8 mU/l gesunken, was für mich ziemlich dramatisch aussieht. Genau deuten kann ich das nicht. Entsprechend erhöht war fT4 (1,9 ng/dl), bei normalem fT3-Wert. Erstaunlich gesunken sind hingegen die TPO-Antikörper, von 92 auf 57! Laut Labortest liegen sie sogar im Normbereich. Im Internet fand ich aber heraus, dass sie unter 35 liegen sollten. Es sieht so aus, als wäre ich davon gar nicht mehr so weit entfernt!

Selbstverständlich habe ich noch Anfängerprobleme bei der Deutung. Ich musste zuerst einmal alle Abkürzungen im Labortest googeln, um herauszufinden, dass sich hinter „MAK“ die TPO-Antikörper verstecken (mein Arzt lässt also immerhin die Antikörper messen, da kann ich mich also schon mal nicht beschweren…). Ich weiß auch, dass ich mit meiner obigen Interpretation vielleicht völlig falsch liege. Dennoch finde ich, dass man bei der Selbstauswertung so Einiges lernt, nämlich sein eigenes Verständnis zu testen und Fragen für sich zu formulieren. Das Blatt werde ich bei nächsten Mal auf jeden Fall dabeihaben, um mir von meinem Arzt die Auflösung zu holen!

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