Warum keine Milchprodukte?

Bei der Autoimmun-Paleo-Ernährung reicht es oft nicht aus, nur eine Nahrungsmittelgruppe zu meiden. Denken Sie immer daran, dass Ihr Darm höchstwahrscheinlich durchlässig ist, und zwar auch für Substanzen, auf die Sie unter normalen Umständen nicht negativ reagieren würden. Daher werden anfangs alle allergenen Nahrungsmittel gemieden. Das saniert den Darm. Im Anschluss lässt sich viel schneller herausfinden, auf welche Nahrungsmittel der Körper tatsächlich reagiert.

Während Gluten in jedem Falle und am besten für immer von der Liste gestrichen werden sollte (die Gründe dafür finden Sie hier), gibt es weitere Auslöser, die zu anhaltenden Symptomen führen können.  So vertragen viele Menschen kein Kuhmilcheiweiß (chemisch handelt es sich um a-Lactalbumin, b-Lactoglobulin, Casein, Lipoproteine und Albumosen-Peptongemische) oder reagieren gar allergisch darauf. Im letzteren Fall sendet der Körper Immunglobulin E (IgE-Antikörper) gegen die Milchproteine aus, was wiederum eine Autoimmunreaktion ist. Zudem gehören Milchprodukte zu den gluten-kreuzreaktiven Lebensmitteln, auf die Sie in jedem Fall in der Anfangsphase verzichten sollten.

Die Wissenschaft hält Argumente sowohl für als auch gegen den Milchkonsum durch Erwachsene bereit. Da wir unseren Darm schonen wollen, überwiegen für uns leider die Nachteile:

  • Milch ist ein nährstoffarmes und zudem hoch allergenes Nahrungsmittel
  • Milch treibt das Insulin im Blut nach oben. Im Zusammenhang mit einer kohlenhydratreichen Ernährung kann ein erhöhter Milchkonsum so zu Insulinresistenz führen. Zudem kann Insulin Entzündungen fördern.
  • Milch enthält tierische Hormone, die den eigenen Hormonspiegel aus dem Gleichgewicht bringen können.
  • Milch enthält Proteaseinhibitoren, die zu einer durchlässigen Darmwand führen können.
  • Milch ist schleimbildend. Wer zu Asthma neigt, sollte daher dringend auf Milchprodukte verzichten. Aber auch im Magen-Darm-Trakt siedelt sich bei erhöhtem Milchkonsum Schleim an, der die Darmwand schädigen und damit die Aufnahme von Mineralien und Nährstoffen hemmen kann.

Sind alle Milchprodukte gleichermaßen zu meiden?
Meiden Sie für mindestens 4-8 Wochen normale Kuhmilchprodukte, da sie besonders viel Lactose (also Milchzucker) und Milcheiweiß (Casein) enthalten. Beginnen Sie in der Wiedereinführungsphase zunächst mit Ziegenmilch und roher Kuhmilch, sie sind sehr viel weniger allergen und liefern die entsprechenden Enzyme, die der Mensch für ihre Verdauung braucht, gleich mit. Achten Sie stets auf beste Qualität, also am besten Milch von Weidetieren.

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Links zum Thema:
Sarah Ballantynes Blogeintrag zu Milchkonsum in der Autoimmun-Paleo-Ernährung

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